nys86

 


nys86


  Startseite
  Archiv
  Schreckens- KINDER
  Jackass Videos ^^
  Blog?!
  Gästebuch
  Kontakt

 
Links
  Schwester Michaela´s Blog
  Ena´s goile HP!


http://myblog.de/nys86

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Kinder- ein Segen?

Aus aktuellem Anlass komme auch ich nicht drum rum, mir diese Frage zu stellen.
Immer wieder ertappe ich mich dabei, wie ich mir Gedanken um die Zukunft mache. Allerdings nicht nur um meine Eigene. Viel mehr denke ich über meinen eigenen Nachwuchs nach, der da ja in ca. 2 Monaten zur Welt kommt, komme was wolle.

Ich meine, warum schafft man sich eigentlich Kinder an? Gesetz dem Fall, man rutscht da nicht so rein wie ich, soll es tatsächlich Menschen geben, die das Kinder kriegen planen und, weiß der Teufel, was für Strapazen auf sich nehmen, um den unerfüllten Kinderwunsch zu erfüllen.

Von Ovulationsrechnern, die die günstigen Tage ausrechnen, über Meditation, Homöopathie, Pendeln, Theorien über exotische Verrenkungen beim GV, welche die Empfängnis positiv beeinflussen sollen, sowie Spermieogramme, künstliche Befurchtung und sonstige Hormontherapien. Und wenn alles nix bringt, dann kann man ein Kind adoptieren- oder Zwei, oder Drei....

Und das zu Zeiten der Super Nanny, die uns wöchentlich mit Horrorkindern erschreckt. Eigentlich das beste Mittel zum abgewöhnen...
(Ich erinnere an den kleinen Lukas der auf dem Bett rumhopst und seine Mutter mit dem bösen F- Wort betitelt.)

Allerdings sehe ich auch keinen besonders großen Nutzen in der Haltung von Kindern. Kinder kosten Nerven und Geld. Und Geld ist der Beginn allen Übels. Das wusste bereits Albert Einstein.
Auch wenn mein Baby noch nicht auf der Welt ist, habe ich bereits soviel Geld ausgegeben, dass ich gelegentlich an mir selber zweifle.
Ich muss dazu sagen, dass meine Eltern das Kinderzimmer und den Kinderwagen angeschafft haben. Mir blieben also „nur noch“ die Babykleidung, Spielzeug, Fläschchen und Schnuller.
Trotzdem habe ich bereits Unsummen ausgegeben. Ich habe kein Buch darüber geführt, aber es müssen Unmengen gewesen sein. Wohl gemerkt, nur für Anziehsachen und Schnuller!

Damit hätte ich 15mal beim Griechen essen, oder x-mal im Schmidts bis zum Umfallen trinken können, oder 5mal zum Hurricane gekonnt.

Mal davon abgesehen, was man sonst noch so für Opfer bringt.
Ich habe z.B. auf diverse Konzerte verzichtet, musste in eine größere Wohnung umziehen, meine Ausbildung unterbrechen und hab Wochenlang vor mich her vegetiert, geplagt von unvorstellbarer Übelkeit, gepaart mit noch unvorstellbarer Müdigkeit und Kreislaufproblemen.

Was mich aber am aller meisten ärgert, ist die Tatsache, dass meine Figur total ruiniert ist. Ok, es war ja nicht so, als hätte ich vor der Schwangerschaft modeln können, aber es war doch schon um einiges besser, als zum jetzigen Zeitpunkt.
Stunden meines Lebens habe ich im Fitness- Studio verbracht. Vor der Arbeit, nach der Arbeit, am Wochenende, bei 30 Grad Außentemperatur oder im tiefsten Winter. Ganz egal, ich hab mich hingeschleppt. Ob ich Lust hatte, oder nicht.

Und ich hatte oft keine Lust. Mein Trainer war ein Unmensch der keine Grenzen kennt. Was hat er mich gequält. Muskelaufbau, Cardio und Ausdauer. Und was ist jetzt? Jetzt kann ich nicht mal mehr ne Treppe hochgehen ohne nach Luft zu japsen.

Monatelang habe ich Points gezählt, stand ewig auf der Waage und hab gegen Heißhunger angekämpft und kiloweise Obst& Gemüse konsumiert. Und jeder der schon mal ne Diät gehalten hat weiß, wie kotzig und mühsam so was ist.
Und jetzt hab ich fast 15kg zugelegt, seh aus wie ein Mops, pass in meine Klamotten nicht mehr rein, kann nur noch auf der Seite schlafen weil der Bauch zu groß geworden ist und hab mittelschwere Depressionen.

Ich kann nur erahnen wie es wird, wenn mein Baby erst mal da ist. Was nicht heißen soll, dass ich mich nicht freue. Ich freue mich auf meinen Sohn. Ich freue mich aber auch darauf, dass ich dann wieder ins Sportiv kann und Points zählen darf.

Aber was weiß ich schon von Kindern? Das was ich weiß, sind nur Erfahrungswerte. Dinge die ich gesehen und erlebt habe.

Ich kann es meiner Nachbarin ansehen. Sie hat einen Sohn, geschätzte 6 Jahre alt und macht auf mich einen sehr kaputten Eindruck. Wenn ich gegen 7.40Uhr zur Schule fahre, sehe ich sie öfters mal in der Wohnungstür stehen. Blass, mit Augenringen, in einer Jogginghose und total fertig. Also, wenn ich Frühdienst habe und gegen 4.30Uhr aufstehe, sehe ich nicht mal annähernd so beschissen aus wie sie. Und sie guckt sehr gequält. Fast schon hilflos. Aber was soll ich tun?
Ich komme ihr in soweit entgegen, dass ich sie noch nicht bei der Wohnungsverwaltung angeschissen habe. Die Muddi hat nämlich noch nie den Hausflur geputzt und wartet darauf, dass ich mich alle 14 Tage bequeme und den Dreck der Nachbarschaft wegputze.

Aber mit fortschreiten meiner Schwangerschaft und den damit verbunden Unannehmlichkeiten (schnallt euch mal einen Medizinball vor den Bauch und versucht euch zu bücken), spiele ich mit dem Gedanken, doch mal etwas Trouble zu machen. Schließlich bin ich nicht die Putze der Nation.

Aber zurück zu den Kindern. Sie heißen Kevin, Chantal oder Fin- Luka und sind die liebsten, und schönsten und intelligentesten Kinder, wo gibt. So jedenfalls die stolzen Eltern. (Ich erinnere nochmals an den kleinen Lukas!)

Vor einem Jahr war ich auf der Kinderstation eingesetzt, im April im Sozial- Pädiatrischen- Zentrum und im Sommer auf der Säuglingsstation. Aber dort konnte man nach 8 Stunden nach hause gehen und musste sich den Wahnsinn nicht länger antun.

Richtig böse wird es, wenn Kinder in der näheren Umgebung wohnen. In dem Mehrfamilienhaus in das ich eingezogen bin, tummeln sich geschätzte 8 Kinder im Alter von 5-10 Jahren. Genaue Zahlen kann ich leider nicht angeben, aber ich sehe ja, was täglich ums Haus schleicht.

Und diese Kinder sind unverschämt. Sie sind laut, rücksichtslos und martialisch.
Die Haustür steht ewig offen, Bonbon- Papier liegt im Hausflur und der Geräuschpegel steigt stetig, sobald eines dieser Monster durchs Treppenhaus trampelt.

Neulich, ich stand hinter meinem Türspion, da sah ich, wie zwei dieser Kinder „Treppen- Weitsprung“ veranstaltet haben. Mit Anlauf bis zur obersten Stufe und mit Karacho bis aufs nächste Podest gesprungen.
In diesem Moment kam mir der Gedanke, den Flur zu waxxen oder etwas Schmierseife auf den Stufen zu verteilen. Wäre auch nicht schlecht für unser Krankenhaus. Nach so einer Aktion hätten die Knochenchirurgen Hochkonjunktur.

Außerdem hege ich den Verdacht, dass diese Monster meine Katzi- Schatzis gequält haben. Sobald mein Kater Salim Kindergeschrei wahrnimmt, schleicht er mit angelegten Ohren durch die Wohnung und versteckt sich bei mir.
Oh, wie kann man nur so grausam sein. Mein armer, kleiner Liebling. Sag mir, was dir diese Bastarde angetan haben, und ich werde gleiches mit Ihnen tun.

Aber meine Toleranzgrenze ist relativ hoch. An das Geschrei und Geplärre habe ich mich ja gewöhnt, aber es gibt auch Dinge, da knallen mir die Sicherungen durch. Z.B wenn man mein Eigentum beschmutzt.

Schon seit längerer Zeit habe ich mich gefragt, woher die roten Flecken an meinen Wohnzimmerfenstern kommen. Zuerst hatte ich meine Katzen in Verdacht, fette Fliegen am Fenster zermatscht zu haben. Allerdings fragte ich mich auch, wie die Katzen es schafften bis ganz nach oben zu kommen. Außerdem hätte ich eine ganze Kolonie von fetten Fliegen in meiner Wohnung beherbergen müssen, um der Anzahl der roten Flecken gerecht zu werden.

Bei genaueren Hinsehen sah ich dann, dass die Flecken nicht von Innen, sondern von Außen am Fenster klebten. Ich wurde aufmerksam. Fenster auf, einen Blick auf die Wiese, die zermatschte Beeren- Leichen aufwies und dann ein Blick zum gegenüberliegenden Strauch, an dem roten Beeren hängen.

Aber wie kommen die Beeren vom Strauch an mein Fenster?
Eines späten Nachmittags, ich lag gerade auf dem Sofa, hörte ich in kurzen Abständen immer wieder ein „Plopp“. „Plopp.... plopp...... PLOOOOOPPPP“.
Ich hab mich dann hochgequält, bin zum Fenster geschlichen und hab mit Ruck den Vorhang zur Seite gerissen. Und was sehe ich? Einen kleinen blonden Bengel, mit einer Hand voll Beeren, der sofort die Flucht startet!
Caught in the Act, du Arschkind!
Schnell die Balkontür aufgerissen und: „Das sag ich deiner Mutter!“ hinterher gebrüllt. Auch wenn ich nicht sagen kann, wer das Muttertier des blonden Monsters ist, war die Ansage doch recht wirksam. Es gab bis auf weiteres keine neuen Flatschen am Fenster.

Und wenn man keine Fenster einsauen kann, dann muss man sich anders beschäftigen.

Eines schönen Nachmittags, ich lag gerade in der Badewanne, höre ich die kleinen Kinder unter meinem Badezimmerfenster rumplärren. In der Hoffnung dass die Kinder gleich ihren Spielplatz wechseln, habe ich erst mal nix gemacht, auch wenn ich tierisch genervt war. Aber mich trieb es dann doch aus der Wanne. Ein zartes Kinderstimmchen lies folgendes verlauten: „Aysche, komm und lass uns Sexual- Unterricht spielen...“.

Das war zuviel. Ich sprang aus der Wanne, knallte das Fenster zu und tauchte dann erst mal unter Wasser. Ruhe, himmlische Ruhe.

Ein paar Minuten später schellt es bei mir. Ich reagierte erst mal nicht. Zu einem erwartete ich keinen Besuch und zum anderen kennen gerade mal 3 Personen meine Adresse. Und die, die mich hätten besuchen wollen, hätten sich angemeldet.
Es schellt wieder. Vielleicht ist es doch wichtig? Ich quäle mich also wieder aus der Wanne, hülle mich in ein Handtuch, mach die Tür auf und hör dämliches Kinderlachen. Gott wie witzig... Selten so gelacht.

Das nächste Ereignis lies natürlich nicht lange auf sich warten. Und zwar vernahmen meine Ohren wieder dieses „Plopp- Plopp“.
Diesmal war ich aber drauf vorbereitet. Ich riss sofort die Balkontür auf und sah diesmal 4 Kinder (!), von denen Zwei sofort wegrannten und die anderen Zwei in eine Schockstarre verfielen. Und die zwei Erstarrten nutzte ich, um eine Drohung auszusprechen. Auch wenn die Beiden, kurz vorm Heulen, immer wieder beteuerten, dass sie keine Beeren geworfen haben, fruchtete meine Drohung. Ich forderte die Namen der Werfer und versprach mich bei deren Eltern zu melden. Ich glaub, die Beiden zittern jetzt noch.


Wie bereits erwähnt steht unsere Haustür ständig offen. Egal ob morgen ums 5.30Uhr, wenn ich zur Arbeit fahre, oder spät Abends, wir haben immer Tag der offenen Tür.
Ich habe jedes Mal die Tür geschlossen und hoffte auf Nachahmer. Natürlich machte es mir keiner nach. Ich hatte sogar das Gefühl, dass die Tür irgendwie immer öfter offen stand.

Ich weiß, ich höre mich an wie Hausmeister Krause, aber irgendwie geht mir diese Unordnung auf die Nerven.
In der Hoffnung einen Teilsieg zu erlangen habe ich auf der Arbeit ein Schild angefertigt, mit der Aussage: „Liebe Nachbarn, diese Tür kann auch geschlossen werden. Vielen Dank!“ und es an die Haustür geklebt.
Aber auch dieses Schild wurde ignoriert. Mich wundert es ja, dass das Schild noch nicht abgerissen wurde.

Vor ein paar Tagen kam ich gegen 16Uhr nach hause und war von der Schule total angepisst. Beste Vorraussetzungen für eine Maßnahem härterer Natur.
Da ich ja weiß, dass diese Kinder keine Schlüssel besitzen, habe ich einfach mal die Haustür abgeschlossen. Kurz danach hörte ich bereits Kindergetrampel und dämlichen Singsang. Ich platzierte mich hinter meiner Wohnungstür um besser hören zu können, was passiert.
Der Osel stand vor verschlossener Tür und ruppelte an der Klinke. Ich fand das ja schon sehr witzig, aber es wurde noch besser. Zeitgleich näherte sich mein Nachbar, vermutlich ein Choleriker und ohne Schlüssel, und versuchte ins Haus zu kommen. Er bemerkte den Jungen im Hausflur, der immer noch an der Klinke ruppelte und forderte ihn auf sofort die Tür aufzumachen. Der Bengel gab an, keinen Schlüssel zu haben, und der Typ vor der Tür fing an rum zubölken.
Ich musste mir das Lachen verkneifen. Es war so unglaublich lustig, wie der Typ den kleinen Jungen bedroht, wenn er nicht endlich die Tür aufmachen würde. Der Typ brüllte, der Junge heulte und die Tür blieb zu.

Man, so was von geil... Und vor allem pädagogisch wertvoll. Seit diesem Vorfall stand die Tür nicht mehr offen.

Aber auch sonst frage ich mich, was in Kinderköpfen so vorgeht.

Vorhin hörte ich Kindergekreische und vermutete direkt wieder Beerenwerfer, was mich dazu veranlasste, mich hinter dem Vorhang zu positionieren. Was ich da sah, schockierte mich irgendwie.
2 Jungen jagten einen Dritten. Naja, nix schlimmes. Allerdings hatte der Gejagte nur noch die Unterhose an!
So was irritiert mich dann doch. Warum hat der Junge nur noch ne Unterbuchse an? Und wieso jagen ihn zwei andere Jungen???

Ich hab als Kind ja auch viele Sachen gemacht, die irgendwie nicht ganz richtig waren. Man hat auch öfter an meiner Zurechnungsfähigkeit gezweifelt, aber ich bin nie so derbe abgegangen wie die Kinder in meiner Nachbarschaft.

Ich bin nie, nur in Unterhose bekleidet, durch die Nachbarschaft gerannt.
Und ich hoffe inständig, dass mein eigener Sohn nie auf die Idee kommt, so was nachzumachen.
Ich bin mir nicht sicher, ob es väterlicherseits irgendwelche Familiären Dispositionen gibt, die in diese Richtung zielen, aber ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der Vater meines Kindes halbnackt draußen rumgerannt ist.
Und so lebe ich in der Hoffnung, dass mein Sohn sich andere Beschäftigungen sucht. Was meint ihr, wie schnell das Jugendamt bei mit anschellt, wenn so was passiert... (Was sollen die Nachbarn sagen?!)

Aber wer weiß schon was die Zukunft bringt?

Ich werde euch in jedem Fall darüber informieren, ob sich meine Befürchtungen bewahrheiten. Und ich bin auch für jeden Vorschlag in Sachen Kindererziehung dankbar.

Bis zum heutigen Tage war mein einziger Erziehungserfolg, dass meine Katzen stubenrein geworden sind. Aber dabei ist es auch geblieben. Mehr konnte ich den Beiden nicht anerziehen.

Also, bitte meldet euch...


Nachtrag:

Kaum hatte ich diesen Text fertig, fuhren die kleinen Monster größere Geschütze auf. Ich lag gerade im Bett und hielt mein Mittagsschläfchen, als es plötzlich gegen meine Tür knallte. Und zwar so laut, dass ich mich total erschrocken habe.
Das infantile Kindergelache enttarnte die Ausgeburten der Hölle. (So was Blödes würde auch keinem normalen Erwachsenen einfallen...)

Dieser Angriff auf meine Ruhe wiederholte sich noch 4-5 mal, dann war wohl Schlafensgehzeit der Kinder. Es blieb still.

Am nächsten Tage ging es dann wieder rund. Ich bin ja nicht pingelig, aber wenn ich um 4.30Uhr aufstehe, möchte ich Nachmittags ein bisschen Ruhe. Nur ein Bisschen, so ein klitze-klitze-kleines Bisschen.

Außerdem fiel mir auf, dass der Hausflur wieder mal aussah wie Sau. Bonbonpapier und rausgerissene Seiten aus einem Schulheft. Ich musste irgendwie über die Krikelschrift und die Rechtschreibfehler grinsen, lies es mir aber nicht nehmen, bei der Wohnungsverwaltung anzurufen und mich zu beschweren.

Die Wohnungsverwaltung wusste irgendwie direkt, welche Kinder mich da tyrannisieren und versprach Abhilfe.

Und toi toi toi, seit dem flogen weder Beeren noch hats an meiner Tür geknallt...
Und nun das Highlight!

Der Hausflur wurde geputzt! Man, ich kann es kaum glauben... Da muss erst ne 20 Jährige kommen, damit wieder Zucht und Ordnung herrscht.

Traurig, traurig...



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung