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1. Mai 2007

Erkältungen sind doch was feines...

Sie setzen einen total außer Gefecht, nerven und sind nicht gerade vorteilhaft, wenn man arbeiten muss.

Eins der kleinen Monster außem SPZ hat mich angesteckt... Das weiß ich ganz genau.

Diese Kinder niesen ohne Rücksicht auf nebenstehende Personen, haben Schnoddernasen, und müssen alles mit ihren kleinen infizierten Fingern anfassen.

Bevorzugt das Bonbon- Glas mit den süßen Erdbeeren, die es mir so angetan haben... Vermutlich hab ich mich angesteckt, als ich heimlich ins Glas gegriffen habe...

Kommt davon wenn man so verfressen ist.... Aber was soll ich denn tun?

Es ist nicht witzig permanent Hunger auf Süßes zu haben... Zur Zeit habe ich ja ein gutes Argument für die Fresserei, aber was ist, wenn sich alles wieder normalisiert und ich wieder auf Diät muss?

Oh mein Gott.... Da darf ich gar nicht dran denken...

Flaggen auf Halbmast, Staatstrauer ist angesagt....
1.5.07 12:14


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2.5.2007

Ich bin im Arsch... Aber richtig....

Das SPZ macht mich fertig. Heute hat dort der Baum gebrannt... Und 80min länger arbeiten, als es das MuSchuG erlaubt.

So viele Kinder, und noch viel mehr Akten... Ich kann keine Akten mehr sehen...

Ich bin nicht fürs Büro gemacht... Und heute weiß ich, dass es richtig war, das Gymnasium zu schmeißen...

Hätte ich in meiner geistigen Umnachtung Abitur gemacht, und wäre ich Schriftstellerin geworden, ich hätte mir nach 3 Wochen den Strick genommen...

Ich sitz den ganzen Tag auf meinem Hintern, ruschte mit meinem Bürostuhl durch die Gegend, schleppe Akten und telefoniere mit Hinz& Kunz....

Aber am meißten kotzen mich diese bescheuerten Kindernamen an...
Wisst ihr eigentlich, wie viele Kinder Phillip, Daniel oder Sophie heißen?
Davon gibts Hunderte! Aber am schlimmsten sind die Kinder, deren Namen mit "Fin" anfangen... Fin- Robin, Fin- Tjorven, Finja... Arrghh? Wie besoffen ist man, wenn man solche Namen gibt?
Und bei welchem Standesamt kriegt man diese Namen durch?

Und dann such mal die Akten, wenn diese Kinder auch noch diese 08/15 Nachnamen haben... In Norddeutschland heißen se doch alle Ratjen, Burgdorf oder Meyer... Meine Fresse....

Eins schwöre ich euch... Mein Kind wird nicht so einen reudigen Namen bekommen... Ich suche einen Namen mit Wiedererkennungswert aus...

Vorschläge sind gerne Willkommen, haben aber kein Recht auf Berücksichtigung... ;-)
2.5.07 17:55


6.5.2007

Was für ein aufregendes WE.

Ich bin nach Hanstedt II gefahren, Mudda besuchen...

Ganz großes Kino.

Außer Fresserei war da nicht viel los. Mir war permanent langweilig, die Zeit verging nicht, und als ich dann gestern Abend nach hause konnte, zickte die Deutsche Bahn rum, und ich hing ne halbe Ewigkeit in Hamburg Harburg fest.

Einem der miesesten Bahnhöfe, die es so gibt.

Es war kalt, überall lungerten seltsame Gestallten rum, und ich hockte dort, übermüdet, mit so nem blöden Kaffee ausem Automaten und wollte nur noch in mein Bett.

Und als ich dann endlich in Row war, musste ich mein Fahrrad am Bahnhof suchen... Wie ich das hasse....

Nach ca. 20min, ich wollte schon zu Fuß gehen, sah ich die Schleuder dann doch noch, eingekeilt zwischen 2 anderen Rädern. Hat etwas gescheppert, als ich mein Rad etwas unsanft aus der Haltestange gezogen hab, aber das war mir egal.

Und noch eine Frage bezüglich meiner Nachtruhe...

Welche Arschgeige hat mich gegen 9.30Uhr, aufen Sonntag, ausem Bett geklingelt? Habt ihr se eigentlich noch alle?

Wird wieder Zeit, dass ich Abends den Stecker vom Tefelfon ziehe...
6.5.07 11:31


7.5.2007

Die Arbeit im SPZ hat ihren Gipfel an Dreistigkeit erreicht...

Es ist ja bekannt, dass ich mich gerne für den guten Zweck angagiere.

Ich mach gerne Überstunden, auch wenn es das MUSchuG verbietet und lasse mich von rebellischen Kinder beissen....

Ich arbeite auch gerne von 8- 21Uhr, so wie heute...
Und nur weil ich zu einer "freiwilligen Pflichtveranstalltung" vom SPZ muss, wo ich eigentlich nur blöd rumsitze und versuche hübsch aus zusehen....

Aber irgendwann ist die Grenze des Zumutbaren erreicht.

Heute wurde mir eröffnet, dass ich in naher Zukunft, die Adipositas- Schulung (Das ist das, wo die dicken Kinder hingehen, um abzunehmen) mit ins Schwimmbad begleiten muss!

Ich hab erstmal gelacht, weil ich dachte, man macht Witze... Aber meine Kolleginnen haben keine Witze gemacht...

Die meinen das toternst! Ich soll mit Moppels schwimmen gehen!

Aber sonst gehts gut, wah?

Na wunderbar... Die haben eh kaum Respekt vor mir, was wohl an meinem Alter liegt, und wenn ich dann noch mit der Horde schwimmen gehen soll, und die mich im Badeanzug sehen, und das in meiner jetztigen Lage, dann ist doch alles aus...

Die werden mich nie wieder für voll nehmen... Außerdem seh ich mich nicht im Stande, so nen ertrinkenden 120Kg Klops aus dem Becken zu fischen...

Und jetzt, wo ich meinen Ausbildungsvertrag durchgeforstet habe, und da kein Wort vom Schwimmen mit dicken Kindern steht, werde ich mich strickt dagegen weigern...

Ansonsten ist alles schön... Meine Übelkeit scheint sich etwas gelegt zu haben... *Auf Holz klopf*
7.5.07 21:21


9.5.2007

Und wieder mal schlaflos in Rotenburg.

Ich habe heute Nacht, zum ersten mal seit langer Zeit, wieder bewusst einen Sonnenaufgang gesehen. Nicht nur so nebenbei, während des Frühdienstes, so richtig.

Auch wenn es gegen 4.30Uhr saukalt draußen ist, aber was will man tun?

Der Mensch ist Meister der Verdrängung. Das ist ein Schutzmechanismus, der die empfindliche Psyche vor einer Kernschmelze bewahren soll. Und da ich auch menschliche Züge aufweise, habe auch ich verdrängt.

Ich weiß jetzt seit ca. 6 Wochen, dass ich schwanger bin. 5 ½ Wochen davon, habe ich es innerlich verdrängt. Ich habe zwar darüber geredet, es blieb mir ja auch nix anderes übrig, aber eher in der 3. Person. Als würde ich über jemand anders reden.

Man sagt, man freut sich für mich. Ich bekomme sicher ein hübsches Kind, dem ich all meine Liebe geben kann...
Lieben geben kann.... Wollen schon, können...? Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, wie es ist, soviel Verantwortung zu tragen.

Ok, beruflich nehme ich viel Verantwortung auf mich, aber sogar die längste Schicht geht vorbei.
Ob man jetzt auf einer Station fest sitzt, wo man nicht klar kommt, wo die Kollegen intrigant und zerstörerische vorgehen und einen fertig machen, oder ob man nachts alleine am Bett einer jungen Frau sitzt, und ihr beim Sterben die Hand hält, irgendwann ist es Feierabend, man geht nach hause, heult vielleicht ein bisschen, verflucht seine scheiß Schicht, aber dann ist es irgendwann auch wieder gut.

Aber diese Schicht dauert keine 8-12Stunden, sie wird so lange gehen, wie ich lebe.

Das Meiste was ich erlebt habe, habe ich verarbeitet, abgelegt, aus meinem Kopf gelöscht oder totgeschwiegen.
Ich weiß auch nicht wieso, aber ich bin echt froh, dass man so schnell vergisst...

Aber das, was jetzt auf mich zukommt, ist größer und ergreifender als alles, was ich bis jetzt mitgemacht habe, und was ich mir vorstellen kann.

Jetzt liege ich nachts im Bett, mach mich kaputt weil ich ewig nur nachdenke und habe Albträume.

Heute Nacht saß ich im SPZ, hatte mein Kind auf dem Arm und habe Akten gesucht... Ich habe krampfhaft nach einer Akte gesucht, konnte sie aber nicht finden, weil ich keinen Namen für die Akte hatte. Man sagte mir, dass ich die Akte erkennen werde, wenn ich sie in der Hand habe. Und die Zeit ratterte.
Dann ging das Telefon, mein Kind hat geheult, und das einzige was ich hörte war, dass es mich mein Leben kostet, wenn ich nicht bald die Akte gefunden habe... Und als ich die Akte endlich hatte, rannte ich zum Oberarzt, legte sie auf den Tisch und er meinte, dass ich gerade noch mal mein scheiß Leben gerettet hätte... Beim genaueren Hinsehen sah ich, dass auf der Akte mein Name stand, und neben dem Namen ein Rückwärts- Counter, der ein paar zentelsekunden vor der 0:00 Grenze zum stehen kam...

Mir geht der Arsch auf Grundeis. Besonders jetzt, wo ich genauer über alles nachdenke. Mein Gewissen bringt mich fast um. Ich bin nicht alleine für dieses Kind verantwortlich, da gibt es immer eine zweite Seite.

Was habe ich nur getan? Wie konnte ich, der zweiten Seite meine Meinung aufdrängen? Ich ziehe da ziemlich große Kreise, und irgendwie wird mir das erst nach und nach bewusst.
Wäre es nicht vielleicht doch besser gewesen, alles im Keim zu ersticken, bevor es zu große Dimensionen annimmt?

Anders gesehen frage ich mich, wer mir das Recht gibt, ein Leben zu beenden, was gar nicht die Chance hat, zu entscheiden, ob es Leben möchte, oder nicht. Ich habe zu viele Leute sterben gesehen.
Ich weiß wie man leidet, wenn man betroffen ist. Und ich als Krankenschwester habe jedes mal mitgelitten. Auch wenn ich nur die Randfigur war, die später die heulenden Angehörigen getröstet hat.

Vielleicht wäre es das beste gewesen abzutreiben. Vermutlich hätte es der zweiten Seite den Arsch gerettet, aber jetzt ist es zu spät.
Vielleicht bekomme ich irgendwann den Dank dafür, dass ich mich so strickt gegen die Abtreibung entschieden habe, auch wenn der Druck groß ist. Das kann ich heute alles nicht beurteilen.

Wer sagt mir denn, dass ich nicht ein bösartiges Kind bekomme? Ein Kind, das genau weiß, dass man es nicht wollte, und das an mich zurückgibt?

Mir wird schlecht bei dem Gedanken.

Der Höhepunkt meiner Kotzerei kam erst, nachdem man mir sagte, dass ich abtreiben soll. Erst danach habe ich ewig gelitten, hatte Schlafstörungen und Unterleibskrämpfe. Mir war so, als ob man versucht, mich von innen zu zerstören. Und immer, wenn ich etwas negatives gegen das KInd, oder gegen meine Entscheidung dafür gehört/gelesen hatte, hatte ich das Gefühl, als würde mir die Luft zum atmen genommen.

Als ich Ostermontag zum „Beichten“ ging, dachte ich, dass ich da nie wieder lebend rauskomme. Ich stand schon etwas länger vor der Tür und schaffte es einfach nicht, mich bemerkbar zu machen. Ich war in Gedanken beim Weglaufen, und verdammt noch mal, ich war ganz kurz davor einen Nervencrash zu bekommen.
Irgendwie konnte ich mich dann doch zusammen reißen, schaffte es aber nicht mal auszusprechen, was passiert war. Ich saß dort, fühlte mich elendig und hatte das Gefühl, dass ich jeden Moment erdrückt werde. Noch nie kam mir dieser Raum so klein, kalt und feindseelig vor wie an diesem Abend.
Ich wollte nur noch weg, tot umfallen oder irgendwas anderes, aber wie das nun mal so ist, passierte nix von diesen Dingen. Erklärungsversuche brachten nix, es war passiert und somit nicht einfach wegzureden. Und da ich in der Zwickmühle saß, konnte ich nicht mehr machen, als da zusitzen, zu hoffen das alles „gut geht“ und mich bemühen, nicht aufzuspringen und wegzulaufen. Außerdem rechnete ich mit einem Ausraster der Gegenseite, der allerdings ausblieb.
Ich registrierte erst, als man sich zu mir setzte und mich tröstete, dass ich zitterte. Mir war zum heulen zu mute, aber es ging einfach nicht. Alles in mir blockierte und lief nur noch monoton ab. Außerdem ist es verdammt seltsam, sich selber beim reden zu hören. Und es ist noch viel seltsamer, wenn man versucht, seinem Gegenüber klar zu machen, dass es einem alles leid tut, und man nie wollte, dass so was passiert, obwohl man ja selber die A- Karte hat.
Ich weiß nicht wann, ob es nach 5min oder 5 Stunden war, ich hatte irgendwann nur noch das Bedürfnis weg zulaufen. Auch wenn ich gerne mehr, für mein Gegenüber getan hätte, aber es ging nicht.
Draußen brach es dann alles aus mir raus. Kompletter Zusammenbruch. Seelisch wie körperlich... Und kamen die Tränen... Unkontrollierbar und schwer... Nur lies das Gefühl der Erleichterung auf sich warten... Und da warte ich heute noch drauf...

Ich habe vielleicht eine andere Einstellung zum Leben, und dessen Theorie, aber ich bin mir sicher, dass nix ohne Grund passiert.
Irgendwann werde ich wissen, warum ich mit 21 ein Kind bekommen musste, die Frage ist nur wann...?

Es gibt wahrlich bessere Bedingungen für ein Kind, aber ich werde versuchen das Beste draus zu machen. Es kann halt nicht immer der Idealfall eintreten, das musste ich selber früh genug erfahren, als mein Vater sich verabschiedet hat.

Trotzdem hoffe ich, dass irgendwann beiderseits die Einsicht eintritt, dass das Kind nix für die äußeren Umstände kann. Wir können ja auch nix, für das Umfeld, indem wir Leben. Wir können nur hoffen, dass Außenstehende gut zu uns sind. Gerade dann, wenn mir noch klein und hilflos sind.

Aber man kann versuchen für das gerade zu stehen, was man fabriziert hat und das Bestmöglich rauszuholen, als einfach nur den Schwanz einzuziehen und die Augen zu schließen.

Schließlich wird man die Geister die man rief, nie wieder los... Und ich kämpfe schon seit Ewigkeiten gegen meine Dämonen, und werde sie nicht los, ich kann mich nur mit ihnen arrangieren. Warum also nicht mit dem, der irgendwann meinen Namen trägt?
9.5.07 07:07


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